Sicherheit im Verkehr
(djd/nl). Obwohl in Deutschland etwa 75 Prozent aller Wegstrecken bei Tage zurückgelegt werden, ereignen sich knapp die Hälfte der tödlichen Unfälle in der Nacht. Als besonders gefährdet gelten dabei nicht andere Autofahrer, sondern vor allem Fußgänger und Radfahrer, die häufig gar nicht oder nur schlecht beleuchtet sind und deshalb leicht übersehen werden.
Denn das Auge wird bei Dunkelheit bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit belastet. "Möglichst gut sichtbar sein und alles tun, um das eigene Sehvermögen zu unterstützen", rät deshalb Dr. Michael Rohe, Vorstand der HDI Versicherungen. Vor allem bei Älteren verschlechtert sich das Dämmerungssehvermögen teilweise erheblich. Nur wer sich regelmäßig augenärztlich untersuchen lässt, kann reagieren und sein Fahrverhalten anpassen.
Für Autofahrer gilt: Die Frontscheiben sollten nicht verkratzt und außen und innen gereinigt sein, um möglichst wenig Licht zu absorbieren. Für Fußgänger ist der wichtigste Aspekt beim Gesehenwerden die Kleidung. "Helle Garderobe und reflektierende Elemente, Reflex-Gurte oder entsprechende Applikationen an Schulranzen oder Rucksäcken sind für Kinder lebenswichtig", betont HDI-Vorstand Rohe. Aber auch für Erwachsene kann Gesehenwerden entscheidend sein. "Allen Autofahrern raten wir daher, sich eine Warnweste ins Handschuhfach zu legen - das ist der beste Schutz im Fall einer Panne im Dunkeln", ergänzt Dr. Rohe.