Generika als Ausweg
(djd/nl). Die Gesundheitsreform und die damit verbundenen Kostensteigerungen machen vielen Deutschen Kopfzerbrechen. Jeder Zweite rechnet nach einer Untersuchung des Arzneimittelanbieters ratiopharm mit bis zu 150 Euro Mehrbelastung. Die Ideen, dieses "Budgetloch" zu stopfen, reichen von der Vorstellung, seltener oder gar nicht mehr zum Arzt zu gehen, über bessere Gesundheitsvorsorge bis hin zum "Vorsatz", einfach nicht mehr krank zu werden.
Um die Kosten in den Griff zu bekommen, will außerdem jeder zweite Versicherte beim Konsum einsparen: Beim Ausgehen, Essen, Kleiderkauf und Reisen soll der Rotstift angesetzt werden. Die ratiopharm-Studie zeigt auch, dass erst sehr wenige Versicherte (6 Prozent der Befragten!) wissen, dass man mit Generika sparen kann, ohne auf Qualität und Leistung verzichten zu müssen (www.ratiopharm.de).
Generika sind preiswerte Zwillingspräparate von teuren Medikamenten. Sie enthalten die selben Wirkstoffe, haben die gleiche Wirkung, kosten aber deutlich weniger. Versicherte, die bei der Verschreibung rezeptpflichtiger Arzneien nach Generika verlangen, sparen bei der Zuzahlung bis zu fünf Euro. Wer bei Medikamenten regelmäßig nach Generika fragt, kann die Kosten der Gesundheitsreform unter Kontrolle bringen.