(itam). Die gesetzliche Rentenversicherung befindet sich seit über zehn Jahren wegen der steigenden Arbeitslosigkeit und der älter werdenden Gesellschaft in einer schlechten finanziellen Lage. Jährlich muss der Staat einen Zuschuss von etwa achtzig Milliarden Euro in die gesetzliche Rentenversicherung leisten und seit dem 01.01.2005 besteht eine Rentensteuer.
Bei der Rentensteuer werden fünfzig Prozent der Rente besteuert falls diese höher als 1575 Euro pro Monat also 18.900 Euro jährlich sein sollte. Wenn neben der monatlichen Rente noch weitere Einnahmen zum Beispiel aus einer Betriebsrente, Mieten oder Kapitalerträgen hinzukommen und die steuerfreie Grenze von 18.900 Euro übersteigen muss die Rentensteuer an den immer finanziell klammen Staat gezahlt werden.
Von der Rentensteuer sind laut dem Bundesfinanzministerium mehr als 1,2 Millionen Rentner betroffen. Wie hoch die jeweilige Steuer ist den ein Rentner/in zahlen muss kommt auf den Einzelfall an aber eine Rentensteuer wird fällig, wenn die jährliche Rente einen Wert von 18.900 Euro brutto übersteigen sollte. Jedes Jahr steigt der zu versteuernde Anteil der Rente um zwei Prozent und wird im Jahre 2040 bei hundert Prozent liegen.
Jeder Arbeitnehmer der im Jahre 2040 mit 65 Jahren in Rente gehen wird muss diese komplett versteuern und daher ist es empfehlenswert eine private Altersvorsorge aufzubauen denn die staatliche Rentenkasse in Form der gesetzlichen Rentenversicherung ist nicht mehr so sicher wie vor gut zwanzig Jahren. Die junge berufstätige Generation zwischen 18 und 40 Jahren wird nach aktuellen Analysen maximal vierzig Prozent der eingezahlten Rentenbeiträge als monatliche Rente erhalten. Die monatlichen Rentenbeiträge sind relativ hoch und betreffen besonders Kleinverdiener deren Einkommen weniger als 1.800 Euro brutto beträgt.
Zusammen mit dem monatlichen Krankenkassenbeitrag sinkt das Nettoeinkommen bei den Geringverdienern spürbar denn die Sozialabgaben werden vom Bruttoeinkommen abgezogen. Aufgrund der schlechten Aussichten der jungen Generation in Bezug auf die künftige Rente sollte auf jeden Fall eine Riester-Rente abgeschlossen werden. Eine monatliche Einzahlung von mindestens 50 Euro bei einem Riester-Sparplan ist empfehlenswert denn der Staat gibt trotz seiner miesen finanziellen Situation einen Zuschuss zu den eingezahlten Beiträgen hinzu. Neben der Riesterrente ist ein Bausparplan und Einzahlung in einen sicheren Aktienfonds auch auf jeden Fall zu empfehlen damit keine Minirente droht.
( Rentensteuer - Wenn die Rentner zur Kasse gebeten werden )
