Optimale Jodversorgung
(djd/nl). Nahrungsmittel stehen heute in so großer Vielfalt zur Verfügung, dass bei richtiger Auswahl keine Versorgungsmängel mehr auftreten dürften - mit einer Ausnahme: Jod ist in den üblichen Lebensmitteln zu wenig enthalten. Der Körper benötigt aber Jod, um Schilddrüsenhormone bilden zu können. Diese wiederum steuern zahlreiche Stoffwechselvorgänge im Körper und sind von entscheidender Bedeutung für die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähikeit von Erwachsenen (www.jodmangel.de).
Da Meeresfische und andere Meerestiere reich an Jod sind, sollten sie regelmäßig, mindestens zweimal wöchentlich auf dem Speiseplan stehen. Aber auch Milch und Milchprodukte können zu einer besseren Jodversorgung beitragen. Eine sichere Versorgungsmöglichkeit liegt vor allem in der Verwendung von Jodsalz oder Jodsalz mit Fluorid und dem bevorzugten Verzehr von Brot und Wurstwaren, die mit Jodsalz hergestellt wurden.
Die Angst vor einer Überversorgung mit Jod bezeichnet Professor Rainer Hehrmann vom Diakonissenkrankenhaus in Stuttgart als unbegründet. Mit den in der Nahrung enthaltenen Mengen an Jod sind Überdosierungen oder das Auftreten einer Überfunktion der Schilddrüse ausgeschlossen.