(djd/nl). Eingerostete Typen, die glauben, sie könnten ihren Job bis zur Rente aussitzen, haben immer schlechtere Chancen. Geistige Beweglichkeit ist gefragt: Auf Schulen, im Studium und im Berufsleben, wo sich die Anforderungen innerhalb von ein paar Jahren dramatisch verändern können.
Längst müssten die Schulen auf die neue Situation reagieren, doch das staatliche Schulsystem reagiert nur schleppend - auf Kosten der Schüler. Die besten Karten haben Schüler auf Schulen in freier Trägerschaft, wo man sich rasch auf die neuen Anforderungen einstellen kann oder wo - wie auf den Waldorfschulen - Flexibilität schon immer eine wichtige Rolle spielte. Walter Hiller, Pressesprecher des Bundes der Freien Waldorfschulen, bezeichnet das als "Erziehung gegen geistigen Rostansatz".
Ein Musikinstrument und eine Fremdsprache ab der ersten Klasse Grundschule, handwerkliche und künstlerische Förderung je nach Talent - damit schafft die Waldorfpädagogik die von Lernforschern geforderten Grundlagen für geistige Flexibilität. Nicht Pauken ist erwünscht, sondern Denken, also genau die Fähigkeit, die Wirtschaftsunternehmen von den Schulen erwarten und immer nachdrücklicher einfordern.
