(djd/nl). Auf den Tischen in der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Oppenheim bei Mainz stehen 219 neutrale Gläser in Reih und Glied. Sie sind gefüllt mit wässrig-klaren, leuchtend roten oder cremig-braunen Flüssigkeiten. Die Kittel der 20 Personen, die zwischen den Tischen geschäftig hin und her eilen, signalisieren: Hier wird gearbeitet.
Zwei Tage lang lässt die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hier von Fachleuten Spirituosen testen. Die Qualitätskriterien sind streng und werden nach einem umfangreichen Prüfschema bewertet. Am wichtigsten ist der Geschmack, danach kommt der Geruch, die Klarheit und die Farbe. Gemundet hat es auch in diesem Jahr den Experten: Gleich 21-mal wurde die goldene DLG-Plakette vergeben, 134-mal gab es Silber und weitere 46 Proben schafften mit Bronze auch noch den Sprung aufs Treppchen. "Klassische Qualitätsprodukte sind weiterhin im Trend", erklärt Prüfungsleiter Thomas Senn die aktuelle Tendenz.
Diese Einschätzung kann der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e.V. (BSI) nur unterstreichen. "Die Deutschen schätzen gleichermaßen den Genuss, die Qualität und die breite Angebotspalette an Spirituosen", erläutert BSI-Geschäftsführerin Angelika Wiesgen-Pick. So hat der Verbraucher die Qual der Wahl - und kann ganz nach eigenem Geschmack entscheiden.
