(djd/nl). Immer mehr Deutsche finanzieren ihr Auto. Das liegt nicht so sehr am fehlenden Geld für den Kauf, sondern vielmehr daran, dass immer weniger Autofahrer dazu bereit sind, auf einen Schlag derart viel Kapital zu binden. Das Angebot in der automobilen Finanzdienstleistungsbranche ist groß. Es gibt jedoch klare Sieger beim Rennen um die Gunst der Kunden - die Autobanken der Fahrzeughersteller.
Der Grund: Herkömmliche Banken und Sparkassen können lediglich klassische Ratenkredite anbieten. Autobanken haben hingegen Finanzdienstleistungsprodukte im Angebot, die auf den Autofahrer zugeschnitten sind und ihm weitreichende Services und Flexibilität bis zum Vertragsende sichern.
Nach Auskunft des Marktführers, der Volkswagen Bank, wissen die Autobankkunden besonders den Service zu schätzen, dass man sich um ihre Gebrauchtwagen "kümmert". Bei der Drei-Wege-Finanzierung AutoCredit können sie beispielsweise ihr Auto am Vertragsende an den Händler zurückgeben und ein neues Fahrzeug finanzieren. Auch die Möglichkeit einer vorzeitigen Vertragsablösung - die bei Autobanken unbürokratisch und vor allem kostenlos erfolgt - ist für den Kunden ein wichtiges Entscheidungskriterium. Denn immerhin 60 Prozent nutzen diesen Service der Autobanken, um frühzeitig auf ein neues Fahrzeugmodell umsteigen zu können.
All dies können herkömmliche Banken und Sparkassen per se nicht bieten! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als ihre Ratenkredite mit einer sehr fraglichen Argumentation zu begleiten. Sie behaupten: Wer als Barzahler im Autohaus auftritt, erhält hohe Nachlässe auf den Listenpreis des Fahrzeugs.
Umfragen bei Händlern haben jedoch Gegensätzliches ergeben. Nämlich, dass sie Kunden von Autobanken höhere Rabatte einräumen. Denn diese Kunden kaufen nicht nur ihr neues Auto, sondern nehmen in der Regel neben der Finanzierung auch weitere Finanzdienstleistungen wie eine Kfz-Versicherung in Anspruch.
Dadurch hat der Händler die Möglichkeit, eine mehrfache, langjährige Kundenbindung aufzubauen. Und dies ist ihm einiges wert.
