(itam). Moderne Medikamente gegen Bluthochdruck verbessern die Lebensqualität und erhöhen die Leistungsfähigkeit.
Heidelberg - Die Lebensstiländerung durch gesunde Ernährung, Stressreduzierung und ausreichende körperliche Bewegung sind erste Schritte zur Senkung eines Bluthochdrucks. Das berichtet in der aktuellen Ausgabe des DRUCKPUNKT, dem Gesundheits-Magazin der Deutschen Hochdruckliga, Professor Dr. med. Jürgen Scholze von der Medizinischen Universitäts-Poliklinik Berlin. Bleiben trotz Lebensstiländerung die Blutdruckwerte nach drei Monaten immer noch zu hoch, ist eine Behandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten notwendig.
Fünf Medikamentengruppen empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga vorrangig zur Behandlung von Bluthochdruck: Betablocker, Diuretika, ACE-Hemmer, Kalziumantagonisten, Angiotensin II-Antagonisten. Ein niedriger oder schneller Puls sowie das Vorhandensein von Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Verdickung der Herzkammerwände oder Begleiterkrankungen wie Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit, Durchblutungsstörungen des Herzens, Herzinfarkt, Herzschwäche und Asthma usw. bestimmt im Einzelfall die Wahl der Medikamente. Kein Arzt kann jedoch vorhersagen, ob ein Medikament zur Blutdrucknormalisierung ausreicht und Nebenwirkungen auftreten. Durch individuelle Auswahl der Medikation ist es aber möglich, die Lebensqualität zu erhalten.
Bluthochdruck ist in Deutschland die Volkskrankheit Nummer eins: Etwa 20 Millionen Menschen sind davon betroffen. Das größte Risiko bei Bluthochdruck sind lebensgefährliche Folge-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Nieren- und Gefäßschäden.
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