(djd/nl). Familienfreundlichkeit zahlt sich aus, und zwar in mehrfacher Hinsicht: Am 15. September 2004 gibt das Bundesfamilienministerium den Startschuss für den Wettbewerb "Erfolgsfaktor Familie 2005". Angesprochen sind kleine, mittlere und große deutsche Unternehmen, die sich bereits auf verschiedenste Art und Weise für die Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit engagieren. Die Gewinner werden im Mai 2005 mit jeweils 10.000 Euro prämiert. Ihr Beispiel soll zum Nachahmen anregen.
Erreicht werden soll ein Mentalitätswechsel in der Wirtschaft, ein Umdenken in Richtung familiengerechter Arbeitswelt. Dieses Umdenken ist notwendig, wenn man die Bundesrepublik im internationalen Kontext betrachtet.
Hinsichtlich der Geburtenrate und der Frauenerwerbsquote beispielsweise hinkt Deutschland hinter anderen Industrienationen wie Großbritannien oder den USA deutlich hinterher. Hinzu kommt, dass mehr als zwei Drittel der Geschäftsführer und Personalchefs in deutschen Firmen und Institutionen die Bedeutsamkeit familienfreundlicher Maßnahmen als sekundär einschätzen. Dabei sind die betriebswirtschaftlichen Effekte von Familienfreundlichkeit erwiesen. Die Prognos AG geht in einer Untersuchung bei mittelständischen Unternehmen von einer bis zu 25-prozentigen Rendite aus, die allein auf Grund familienfreundlicher Maßnahmen erzielt wird.
Vom 15. September bis 15. Dezember 2004 können sich Unternehmen online unter www.erfolgsfaktor-familie.de für den Wettbewerb anmelden. Hier findet man auch detailliertere Infos und die Teilnahmebedingungen.
