(djd/nl). Der Volksmund hat es immer schon gewusst: Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen. Und tatsächlich ist Weihnachten für die meisten Bundesbürger mittlerweile weniger ein Fest des Glaubens als ein Fest des Gaumens. Häufig allerdings mit unangenehmen Folgen: Spätestens am zweiten Weihnachtstag klagen viele "Feinschmecker" über Magendrücken.
Um dies zu verhindern, setzen Genießer vor und nach dem Essen auf die angeblich wohltuende Wirkung von Spirituosen. Zu Recht? Tatsächlich haben viele Trinkbräuche zu solchen Festtagen einen ernährungswissenschaftlichen Hintergrund, sagt Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg. "Ein Aperitif vor dem Essen enthält Bitterstoffe, die den Verdauungsapparat anregen. Auf diese Weise werden der Speichelfluss und die Produktion von Magensaft gefördert."
Dagegen mache eine Spirituose nach dem Essen, der Digestif, das Fett löslicher: "Die Galle kann dann besser damit umgehen", betont der Stuttgarter Wissenschaftler. All das gelte aber natürlich nur dann, wenn der Alkohol wirklich in Maßen zu sich genommen wird, denn ansonsten folgt der Weihnachtsgans am nächsten Tag der Weihnachtskater. Und auch dieser gute Ratschlag ergeht alle Jahre wieder nicht nur zur Weihnachtszeit: Wer an den Festtagen mit dem Auto unterwegs ist, sollte die Finger ganz vom Alkohol lassen. Nach dem bewährten Motto: "Don't drink and drive!"
