(djd/nl). Die deutschen Brauer hofften in diesem Jahr vergeblich auf einen ähnlich heißen und langen Sommer wie 2003. Hitze und großen Durst kann die Branche gut gebrauchen, muss sie doch seit über zehn Jahren eine Abwärtsentwicklung des Konsums hinnehmen. Dennoch ist Deutschland europaweit nach Tschechien und Irland das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Konsum von Bier.
Stolze 117 Liter wurden 2003 konsumiert, im Jahre 1998 waren es allerdings mit 127 Liter noch ganze 10 Liter mehr gewesen. Deutlich rückläufig, ist seit der Wiedervereinigung auch der gesamtdeutsche Spirituosen-Konsum. Lag der Pro-Kopf-Verbrauch der Bundesbürger 1991 noch bei 7,5 Liter, so wurden 2003 nur noch 5,9 Liter an Spirituosen genossen.
Einziger Gewinner im Fünfjahresvergleich ist der - steuerbegünstigte, weil steuerbefreite - Wein. Tranken die Bundesbürger 1998 noch im Schnitt 18,1 Liter des Rebensaftes, so lag dieser Wert 2003 bei 19,8 Litern, damit allerdings leicht unter dem Spitzenwert von 2002 (20,3 Liter). Zu feiern hatten die Deutschen in den letzten Jahren offenbar weniger: Der Schaumwein-Verbrauch ging von durchschnittlich 4,7 Litern pro Kopf 1998 auf nur noch 3,8 Liter im vergangenen Jahr zurück.
