Hyperhidrose
(djd/nl). Über die Stirn rinnen dicke Tropfen, und dunkle Flecken unter den Achseln der T-Shirts oder Hemden bringen es an den Tag: Für fünf Millionen Bundesbürger beginnt mit der warmen Zeit des Jahres ein Leiden, das sich Hyperhidrose nennt - sprich übermäßige Schweißproduktion. In der Regel liegt das Problem darin, dass einem das vegetative Nervensystem einen Streich spielt. Es lässt vor allem bei Menschen, die häufig nervös sind, die salzigen Tropfen fließen.
Und so traut sich mancher bei sonnigem Wetter kaum vor die Tür, weil er Angstschweißgeruch mit sich herumträgt, gegen den kein Deo hilft. Daher wurden gegen Hyperhidrose verschiedene Therapien entwickelt, die zum Teil jedoch mit Nebenwirkungen verbunden sind. So zum Beispiel das obendrein teure Spritzen von Botulinumtoxin, wodurch schwitzende Körperpartien nur zeitweise außer Gefecht gesetzt werden. Zufrieden stellende Ergebnisse bei der Schweißverminderung liefert die Therapie mit Iontophorese-Geräten, wie sie etwa von Dr. Hönle (Infos unter www.idromed.de) angeboten werden.
Dies ist eine sanfte Methode, bei der man Hände und Füße in ein Wasserbad taucht, durch das schwacher Strom fließt. Er drosselt den Informationsfluss zwischen Nerven und Schilddrüse. Wirkt die Behandlung auf Dauer, kann der Arzt das Iontophorese-Gerät verschreiben und die Krankenkasse übernimmt einen Großteil der Kosten von um die 500 Euro.