(djd/nl). Was den Franzosen und Italienern recht ist, können wir auch: wir Deutschen essen jede Menge Brot - und das nicht nur zum Frühstück oder Abendbrot, sondern auch zu den Hauptgerichten. Und sie tun gut daran, denn Brot ist eines der gesündesten Grundnahrungsmittel: Viele Brotsorten enthalten jede Menge Ballaststoffe. Diese machen nicht nur lange satt, sie wirken auch wie natürliche Medizin: Sie können die Verdauung anregen, Krebs vorbeugen und sogar den Cholesterinspiegel senken.
Brot ist auch ein wichtiger Kohlenhydratelieferant und enthält wertvolle Mineralstoffe und Vitamine. Prof. Hademar Bankhofer empfiehlt deshalb, mindestens einmal, besser aber mehrmals am Tag Brot zu essen. Insgesamt sollten es aber nicht mehr als drei bis vier Scheiben sein. Doch für jeden tausendsten Deutschen kann der Verzehr von Getreideprodukten mitunter zu schweren Erkrankungen führen: Sie leiden unter der Nahrungsmittelunverträglichkeit Zöliakie - deren Auslöser sind die so genannten Kleberproteine (Glutene).
Bisher mussten Zöliakie-Patienten darum auf Brot verzichten. Mit gentechnischen Methoden wird hier nach einem Ausweg gesucht. Das Zöliakie auslösende Gen wurde nach ersten Untersuchungen schon identifiziert. Zwar wird es noch ein wenig dauern, bis die Forschung entsprechende Produkte in die Entwicklung geben kann - doch dann könnte der tägliche Brotgenuss wirklich für alle Bürger möglich werden.
( Ernährung )
