Lernen lernen

(djd/nl). Lebenslanges Lernen ist gefordert - gerade so, also könne man das seinen Kindern eintrichtern. Wo also wird einem das lebenslange Lernen beigebracht? An öffentlichen Schulen steht dieses Fach nicht auf dem Stundenplan. An Waldorfschulen hingegen (www.waldorfschule.info) ist es pädagogisches Grundprinzip. Seit 1919 steht hier der Mensch im Mittelpunkt - und nicht der Stoff. Jedes Kind soll individuell gefördert werden, ohne Notendruck und Leistungsstress.

Denn nur in einer angstfreien Umgebung können Kinder ihre besten Qualitäten entwickeln und die Freude am lebenslangen Lernen verinnerlichen, dazu soziale Umgangsformen und Teamfähigkeit von klein auf - Fähigkeiten, die sie in einer immer mobileren Welt dringend benötigen. Im PISA-Siegerland Finnland sind längst viele Waldorflehren Prinzipien des öffentlichen Schulsystems. Dort stehen die natürlichen Grundbedürfnisse der Kinder obenan, werden kindliche Emotion und Selbstwertgefühl prinzipiell respektiert.

Über jeder finnischen Schultür könnten deshalb Rudolf Steiners Worte stehen: "Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen". Wer so behandelt wird, dankt letztlich auch mit besserer Leistung: Trotz finanzieller Benachteiligung durch den Staat erzielen Waldorfschulen im bundesweiten Schnitt bessere Leistungen als ihre öffentlichen Mitbewerber.