(djd/nl). In unvorstellbar fernen Zeiten, als der Planet Erde noch ein anderes Gesicht hatte und es keine Menschen gab, lebten die Dinosaurier, jene gigantischen Tiere, die auf rätselhafte Weise wieder verschwunden sind. Dank sensationell gut erhaltener Dinosaurierspuren kann man sich in Hannover noch bis Ende des Jahres in die Kreidezeit vor 140 Millionen Jahren zurückversetzen lassen.
Die Ausstellung "Auf den Spuren der Dinosaurier - Ausgrabungen in Niedersachsen" im Niedersächsischen Landesmuseum ist einer der vielen Höhepunkte der "KulturBewegung 2005". Neun Museen und Kunsthäuser machen unter diesem Label gemeinsam auf ihr attraktives Angebot aufmerksam (alle Infos unter www.hannover.de). Glücklichen geologischen Umständen ist es zu verdanken, dass im Sommer 2004 die Dino-Spuren in einem Steinbruch bei Münchehagen ca. 50 Kilometer nordwestlich von Hannover entdeckt wurden. Eine Herde Dinosaurier hinterließ auf ihrem Weg durch die damals tropische Insellandschaft im feuchten Schlamm ihre Fußabdrücke.
Sie stammen von zweibeinigen Pflanzenfressern und von kleinen Raubsauriern. Bei den "Vegetariern" handelt es sich um jugendliche Exemplare der Gattung Iguanodon, die ca. 5 Meter lang waren. Ausgewachsene Exemplare konnten 10 Meter lang und 5 Tonnen schwer werden. In Kooperation mit dem Dino-Park Münchehagen werden originale Befunde sowie Rekonstruktionen der Tiere gezeigt.
