(djd/nl). Weit über eine halbe Million Besucher haben sich schon in seinen Bann ziehen lassen: Der FIFA WM-Globus, ein Projekt von André Heller, rollt seit September 2004 durch die zwölf deutschen WM-Städte. Ab dem 11. Oktober macht er in Hannover Station und wird bis zum 4. Dezember Besucherscharen zum Steintorplatz im Herzen der Innenstadt locken. Tagsüber können die Besucher im Inneren des Globus einen imaginären Fußball treten und als Schiedsrichter schalten und walten. Wenn es dunkel wird, verwandelt sich der Ball außen und innen. Aus dem schwarz-weißen "Tagesgehäuse" in Fußballgestalt wird ein oszillierendes Lichtobjekt (mehr Infos unter www.hannover.de).
Von außen ist die Kugel, deren Hülle aus 20 Sechsecken und zwölf Fünfecken besteht, die exakte Abbildung eines Fußballs. Im Inneren, das über 27 Stufen zu erreichen ist, erwartet den Besucher ein vielfältiges Programm unter dem Motto "Kulturfestival im WM-Globus", das die Welt des Ballsports mit Kunst anreichert. Der FIFA WM-Globus ist Museum und Kunstwerk, ein Ort nostalgischer Erinnerungen ebenso wie ein Forum für die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Massenphänomen Fußball. Die Kugel spricht also gleichermaßen ein kulturell interessiertes wie ein sportbegeistertes Publikum an. Im Inneren der 20 Meter hohen und 60 Tonnen schweren Kugel können Ausstellungsstücke wie die Schuhe von David Beckham, der WM-Pokal von 1998 oder auch der Originalball, den Helmut Rahn 1954 gleich zweimal ins Tor der Ungarn beförderte, bewundert werden.
In rund einem halben Jahr wird Hannover dann - wie schon bei der WM 1974 - Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sein. Die Stadt bekam diesmal den Zuschlag für fünf Spiele. Voraussetzung für die Austragung war der Entschluss, das WM-Stadion Hannover in eine topmoderne Fußballarena umzubauen, die nun Platz für 49.000 Fans bietet.
( FIFA WM-Globus )
