(djd/nl). Knapp 15 Jahre nach dem Start des Hochgeschwindigkeitsverkehrs der Deutschen Bahn bekommt die erste Generation des Hochgeschwindigkeitszuges ICE von Grund auf eine Verjüngungskur verpasst. Alle 59 Triebzüge der ersten Generation, in Dienst gestellt zwischen 1991 und 1993, werden mit ihren 708 Waggons umgestaltet und technisch aufgerüstet. Die Standards werden an den ICE 3 angepasst: In den umgebauten Zügen wird es Steckdosen für Laptops geben, die Sitzplatzreservierung wird mit elektronischen Displays angezeigt, auch Klimaanlagen, Toiletten und Bordrestaurants werden modernisiert.
Mit der Erneuerung aller knapp 42.000 Sitze wurde der traditionsreiche bayerische Hersteller Grammer beauftragt. Die logistischen Anforderungen sind dabei sehr hoch. Jeweils zwei ICE-1-Züge werden für die Erneuerung fünf Wochen lang aus dem fahrplanmäßigen Betrieb herausgeholt und ins Werk Nürnberg gebracht. Dort werden die Sitze im Anschluss an die Kernsanierung der Wagen eingebaut.
Durch die räumliche Nähe zu Nürnberg hat der Amberger Hersteller Grammer optimale Voraussetzungen, um die Belieferung in einem sehr engen Terminplan - just in time - zu gewährleisten. Seit 1990 ist Grammer Entwicklungspartner der DB bei der Passagiersitzausstattung für die erste Generation der ICE-Züge - und ist bis heute Exklusivlieferant für alle Nachfolgegenerationen geblieben.
( ICE-Züge )
