(djd/nl). Rund 1,5 Milliarden Mal pro Jahr brechen die Deutschen zu einem Waldspaziergang auf. Hunsrück, Harz oder Spessart - Ausflugsziele gibt es viele: Wald bedeckt knapp ein Drittel Deutschlands. Auch im europäischen Vergleich kann sich Deutschland sehen lassen: Der Holzvorrat von 2,8 Milliarden Kubikmetern übertrifft beispielsweise den finnischen um knapp die Hälfte, jährlich wachsen rund 60 Millionen Kubikmeter in heimischen Beständen nach.
Der Zuwachs der deutschen Wälder ist vor allem der Forstwirtschaft zu verdanken. Gemäß dem Prinzip der Nachhaltigkeit wird seit Generationen höchstens soviel Holz entnommen wie dauerhaft nachwächst. Waldbestände werden unter Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten verjüngt. Im naturnahen Waldbau bleiben "Kahlschläge" auf ein ökologisch vertretbares Minimum beschränkt. Waldbesitzer und Forstleute entnehmen einzelne Bäume. Das Resultat: Vitale, artenreiche Mischwälder aus heimischen Baumarten. Die Forstwirtschaft stellt zudem die Funktionenvielfalt des Waldes sicher.
Die "grünen Lungen" sind natürliche Filter: Pro Jahr und Hektar entziehen sie der Atmosphäre bis zu 50 Tonnen Ruß, ihre Böden verbessern die Wasserqualität. Mit ihrem weitreichenden Wurzelgeflecht verhindern sie außerdem Lawinen. Beispiel Klimaschutz: Bereits während des Wachstums entziehen Bäume der Atmosphäre das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) und speichern es in Form von Kohlenstoff in Holz. Die Verwendung von Holz beim Bauen und Wohnen verlängert diese Speicherwirkung. Bislang werden erst zwei Drittel des jährlichen Zuwachses genutzt. Auch dies ist ein Grund, mehr heimisches Holz einzusetzen.
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